Haltung



Käfig mit 2,6m x 1,5m x 0,6 = 4,6m²
Frettchen sind keine Käfigtiere, sie brauchen viel Platz, Bewegung und Abwechslung.

Trotzdem bietet es sich gerade aufgrund ihrer Angewohnheit, eine Menge Unsinn anzustellen an, sie zumindest in der Abwesenheit der Halter in einer geräumigen Voliere oder einem Käfig unterzubringen.

Sie brauchen aber, unabhängig davon wie groß die Voliere ist , mindestens 4-5 Stunden Freilauf - jeden Tag!

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man Frettchen halten kann.

Innenhaltung:

Die Tiere leben mit den Menschen in der Wohnung. Hier kann man sie entweder in eine großen Käfig halten und beaufsichtigten Freilauf bieten , den Tieren ein eigenes Zimmer spendieren oder sie, mit einigen Vorsichtsmaßnahmen, auch ganz frei wie eine Katze in der Wohnung halten.

Käfig:

Der Käfig für 2 Frettchen muss mindestens 2m² groß und sollte in verschiedene Bereiche getrennt sein. Für jedes weitere Frettchen sind mindestens 0,5m² mehr Platz einzuplanen. Freilaufzeit sollte bei solch einer Haltung nicht weniger als 4-5 Stunden pro Tag betragen.

Der Käfig sollte am besten selbstgebaut sein und genug Lauffläche enthalten. Die Höhe einzelner Ebenen darf 50 cm nicht unterschreiten.
Die Tiefe sollte am besten mehr als 60 Zentimeter betragen, damit die Tiere genug Platz haben um sich im Käfig zu bewegen. Bei einer Tiefe von mehr als 100cm muss man beachten, dass sich das reinigen als problematisch erweisen kann.

EINSTREU ist ein Tabu in der Frettchenhaltung. Frettchen lernen, ein Katzenklo zu benutzen. Einstreu für Nager wird von den Tieren mitgefressen und kann schnell zu einem tödlichen Darmverschluss führen.

Der Ausstatttung und Gestaltung des Käfiges sind keine Grenzen gesetzt. Anbieten sollte man aber auf jeden Fall mehrere Toiletten und mindestens 1, besser 2 Schlafhäuser oder andere, dunkle Versteckmöglichkeiten. Diese werden von Frettchen als ursprüngliche Höhlenbewohner gerne genutzt.

Ein Wassernapf sollte ebenso zur Grundausstattung gehören. Nippeltränken für Kaninchen oder Nager sind nicht geeignet! Frettchen trinken daraus viel weniger als sie aus einem Napf trinken würden und können so, gerade bei der Fütterung mit Trockenfutter, große Probleme mit den Nieren bekommen. Darum am besten einen schweren Keramiknapf benutzen und lieber mehrmals täglich neues Wasser auffüllen als eine schwere Krankheit in Kauf zu nehmen.

Wichtig ist zu beachten, dass man 2m² als reine Lauffläche hat - Einrichtung wie Toiletten müssen von der Lauffläche abgezogen werden!

Haltung im Frettchenzimmer:

Wenn man ein freies und helles Zimmer zur verfügung hat kann man dieses auch für seine Frettchen umbauen und gestalten. Bei dieser Haltung muss ein Käfig nicht unbedingt sein, es reicht dort für den Notfall auch ein kleinerer Kaninchenstall für die Unterbringung über wenige Stunden (etwa beim Putzen, oder im Krankheitsfall).

Das Zimmer sollte absolut sicher sein für die Tiere, damit sie dort bei Abwesenheit der Besitzer frei laufen können ohne sich zu verletzen. Ausstatten kann man ein Frettchenzimmer mit Katzenkratzbäumen, Körben, Tüchern, einem alten Sessel oder Sofa, Klettermöglichkeiten, Stofftieren, Drainagerohrtunnel und dergleichen. Oftmals benötigt man mehrere Toiletten für die Tiere, da sie nicht zu 100% stubenrein werden und immer mal etwas daneben geht.

Der Boden des Raumes sollte darum idealerweise leicht zu reinigen sein, etwa PVC oder Fliesen.

Im Sommer sollte das Zimmer nicht zu extrem aufheizen, da Temperaturen über 30 Grad für Frettchen schon riskant sein können. Ein Frettchenzimmer braucht man im Winter dafür auch nicht zu heizen, da die Tiere mit kälteren Temperaturen besser zurecht kommen.








  
Sina Korn
www.frettchenbande.net