Frettchen sind Raubtiere - nicht wie viele Leute annehmen Nager! Im Gegenteil, Frettchen haben Nager zum Fressen gern!
Der Iltis ernährt sich hauptsächlich von kleinen Amphibien, Nagern und Vögeln, sowie Würmern und Schnecken, verzehrt aber auch Beeren oder überreifes Obst, wenn er es findet.

Frettchen sollten etwa 80% Fleisch und 20% pflanzliche Kost bekommen.

Über die "perfekte" Frettchenernährung wird sich aufs heftigste gestritten.

Ich stelle hier darum einmal alle Mögliche Futtersorten mit Pro und Contra dar.

1. Frisches Fleisch

Frisches, rohes Fleisch sollte ein Hauptbestandteil der Frettchen-Nahrung sein. Dabei ist es vollkommen egal, welches Fleisch man füttert - nur Schwein und Wildschwein sollte niemals roh, bzw. gar nicht gefütter werden da in ihnen ein für den Frettchen tödlicher Virus enthalten sein kann (Aujezki-Virus).

Innereien sollten nur in geringen Mengen gegeben werden, da sie sehr viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die bei zu großer Menge schädlich für die Frettchen sein können.

Nur Muskelfleisch alleine ist jedoch zu unausgewogen.

2. Katzentrockenfutter

Auch Katzentrockenfutter kann verfüttert werden. Hier sind jedoch nur wenige Sorten wirklich empfehlenswert. Da Frettchen viel Protein aus Fleisch brauchen, verringert sich die Anzahl der Trockenfutter, die das auch bieten.

Hier einige der empfehlenswerten Sorten: IAMS, Eukanuba, Royal Canin, Pro Plan, Hills.

Dieses Futter mag auf den ersten Blick sehr teuer wirken - aber es hält sehr lange da es durch seine Hochwertigkeit nur in geringen Mengen gefressen wird (30-60gramm pro Frettchen sind normal!) und auch hinten weniger herauskommt - man spart also auch am Katzenstreu!

Am besten mischt man immer mehrere Sorten, so dass auch wirklich sichergestellt ist, das die Tiere die richtigen Nährstoffe in der richtigen Menge zu sich nehmen.

Der Rohprotein Gehalt sollte immer über 30% liegen und natürlich tierischen Ursprunges sein. Der Fettgehalt sollte mindestens bei 20% liegen.

Auch sollte es hier viel Abwechslung geben und frisches Fleisch oder Futtertiere zugefüttert werden.

3. Katzendosenfutter

Auch hier gibt es nur wenige, wirklich gute Sorten die hauptsächlich aus Fleisch bestehen.

Man muss bei Dosenfutter vor allem darauf achten, das kein Zucker/Caramel enthalten ist, da dieses schnell zu ernsthaften Zahnschädigungen führt.

Gute Sorten hier: Animonda, Miamor, Schnucky, Iams, Shah/Lux Premium (bitte unbedingt darauf achten, dass kein zucker enthalten ist - die mit Zucker sind nicht zu empfehlen!) und Leonardo

Nur Dosenfutter ist aufgrund der weichen Konsistenz nicht zu empfehlen. Es sollte auch immer anderes Futter (Fleisch, Trockenfutter) zur verfügung stehen.

4. Frettchenfutter

Es gibt bisher nur sehr wenige, gute Frettchenfuttersorten in Deutschland.

Kennel Nutrition Ferret , Totally Ferret , Chudley Ferret.

Alle diese Futtersorten lassen sich jedoch nur online bestellen.

Kennel Nutrition Ferret und Chudley Ferret sind mit ca. 9 € pro 2Kg vergleichsweise günstig und sehr zu empfehlen, Totally Ferret ist schon deutlich teurer , etwa 17€ für ca 2Kg aber dafür mit das beste zu kaufende Frettchenfutter. Es stammt aus den USA.

Beziehen kann man alle genannten Sorten zum Beispiel unter www.frettchenladen.de

5. Ganze Futtertiere

Vermutlich die natürlichste und artgerechteste Fütterung - ganze Tiere wie Mäuse, Ratten, Eintagskücken, Kaninchen und Tauben.

Die Frettchen fressen hier nicht nur das Fleisch, sondern auch das Fell/Federn und die Knochen, Innereien, Mageninhalt etc. und bekommen so eigentlich alles, was sie brauchen.

Eintagsküken und Mäuse/Ratten kann man in größeren Zoohandlungen mit Reptilien bekommen.

Wichtig ist, wenn man hauptsächlich Futtertiere verfüttern möchte, dafür zu sorgen das nicht nur Eintagskücken gefüttert werden, sondern auch regelmäßig Tiere, die über mehr Muskelfleisch verfügen, etwa Tauben, Wachteln, Hühner, Kaninchen, Hamster, Ratten oder Meerschweinchen.

Fazit:

Am besten ist es, immer die Hochwertigen Produkte zu füttern - und auf jeden Fall viel Abwechslung in den Futterplan bringen. Es sollte jede Woche mehrmals Fleisch gegeben werden, ab und an Dosenfutter und Futtertiere. Wenn man alle vorgeschlagenen Futterarten im Wechsel oder gemischt füttert, ist man auf der sicheren Seite - das natürlichste und gesündeste wären jedoch ganze Futtertiere.